Montag, 16. Mai 2016

Rundumadum 24 (Strebersdorf-Nußdorf) - letzte Etappe

Am Pfingstmontag mit sehr durchwachsener Wettervorhersage, jedenfalls "für die Jahreszeit zu kalt" marschierte ich die 24. Etappe des Wiener Rundumadum-Wanderwegs, um somit Wien komplett zu Fuß umrundet zu haben.

Anreise:

Von der U-Bahn-Station U1 Kagraner Platz fuhr ich mit der Straßenbahnlinie 26 bis zur Station Russbergstraße, die mein Startpunkt war.


Wanderung:

Nach Querung der Bahnlinie machte ich noch einen kleinen Abstecher und schaute beim 1. Wiener Fischereimuseum vorbei, doch die Zufahrtstraße war abgesperrt - also nichts zu sehen.
Von hier kommt man zum Marchfeldkanal und kann am Ufer gemütlich entlang spazieren. Dabei stieß ich auf ein etwas gruseliges Naturphänomen: 

Raupen am seidenen Faden
Manche Bäume waren komplett mit spinnwebenartigen Gebilden umhüllt und aus der Krone hingen lange dünne Fäden bis zum Boden. Bei näherem Hinsehen, konnte man unzählige Raupen erkennen, die an Seidenfäden sich vom Baum seilten.

Hubertusdamm
Nach einem schönen Weg am Marchfeldkanal führte ein kleines Straßenstück zur Brücke über die Donauuferautobahn A22 und man gelangt auf den Hubertusdamm. Hier hat man bereits die typische Donauinsel-Landschaft: Blick auf das Entlastungsgerinne der Donau, die Wiener Hausberge Kahlenberg und den Leopoldsberg. Man spaziert auf lang gezogenen asphaltierte Radwegen und am Wegesrand gepflegte gestutzte Natur mit vielen Liegewiesen. Es herrschte bereits reger, fast gefährlicher Sport-Verkehr: Radfahrer, Walker, Jogger, Gassigeher,... 

Entgegen der Route des Rundumadum-Wanderweges machte ich einen Abstecher (über eine bewaldete(!) Überbrückung) in den Jedleseer Aupark und das war ein guter Einfall, denn dieser Park hat mir sehr gut gefallen. 
Jedleseer Aupark


Es ist wie ein verwunschenes Stückchen Wald - etwas unheimlich, verwinkelt und verwachsen (ich hätte mich tatsächlich darin fast verlaufen). Es ist offenbar noch ein Rest des ursprünglichen Auwaldes. Inmitten dieses Parkes ist auch das O'Brian-Denkmal zu entdecken (aber es ist nicht so einfach zu finden).

Nach dieser Grünoase bin ich wieder zurück zum Hubertusdamm und auf der Jedleseer Brücke (hier sind lauter Schlösser von Verliebten am Brückengitter) auf die Donauinsel gestapft. 

Kirschenhain
Mein erster Weg führte mich zum Kirschenhain: viele junge Kirschbäume und dazwischen verschieden hohe Stein-Säulchen (sieht aus wie Termitenhügel - komische Installation, warum diese Säulen?).

Ab hier machte ich kehrt und folgte wieder den Wegweisern des Rundumadum-Wanderweges. Die Leute wurden mehr, viele (gut erzogene) Hunde auch oft dabei. Die in meinem Navi kurz vor der A22-Brücke angegebene "Andachtsstätte" habe ich nicht gefunden. Leider begann es zu regnen und genau als ich zur Donauüberquerung den Steinitzersteg entlang ging, begann es sogar leicht zu hageln. Man hat hier natürlich einen herrlichen Blick auf die Donau.
Donau vom Steinitzsteg


Am anderen Ufer geht es rundherum verwinkelt unter den Autobahnen hindurch schließlich noch über den Donaukanal. Nun war es keine weite Strecke mehr am Donaukanal entlang bis zur Schleuse in Nußdorf.
Schleuse Nussdorf




Somit ist der Kreis geschlossen - hier begann am 21.02.2015 meine Rundumadum-Wanderung.


Heimreise:

Mit der Straßenbahnlinie D geht es von der Station Nußdorf rasch bis zur U-Bahn-Station Spittelau.

Fazit: Es war schön, auch wenn die Donauinsel-Latscherei langweilig ist.

Bilder findet man bei Flickr
Die genauen Routendaten erhält man bei GPSies

1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Ein sehr gut beschriebener Wanderpfad.

    Schönen Tag noch!

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