Sonntag, 8. Mai 2016

Gelesen: Gottfried Keller-"Spiegel das Kätzchen"



Titel: Spiegel das Kätzchen
Autor: Gottfried Keller
Verlag: Reclam Verlag
ISBN: 978-3-15-00709-2


Dieses kleine Reclam-Büchlein ist nach der Lektüre von "Der Schrecksenmeister" von Walter Moers bei mir auf der Merkliste gelandet. Mich hat offenbar damals das Originalwerk interessiert, auf das sich Walter Moers bezog. Erst nach Jahren habe ich es mir in meiner Stammbuchhandlung "Freudensprung" gekauft und jetzt gelesen.


Zur Handlung: Der Stadthexenmeister macht mit dem hungrigen Kätzchen Spiegel einen Vertrag, dass er die beste Verköstigung bietet, wenn er später das Katzenfett fürs Zaubern bekommt. Als der Zeitpunkt der Vertragserfüllung naht, ersinnt sich das schlaue Kätzchen eine List, um dem tödlichen Vertrag zu entkommen.

Dieses Märchen hat mir nicht so sonderlich gut gefallen. Die geschwollene Sprache ist manchmal etwas mühsam, aber man gewöhnt sich daran. Die Handlung selber fand ich sehr konstruiert. Es stört mich immens, wenn plötzlich etwas auftaucht, was vorher nie erwähnt worden ist und das - schwuppdiwupp, wie zufällig - der Schlüssel der Auflösung ist. Das sieht mir sehr danach aus, dass der Autor nicht mehr weiter wusste und er dann einfach irgendwas Neues oder irgendeinen Zufall  unplausibel reinschreibt, damit es wieder passt. 

Fazit: Klassiker hin oder her - es war nicht meins, aber zum Glück schnell zu lesen.

P.S.: Man kann es sich auch vorlesen lassen:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen