Freitag, 18. September 2015

Rundumadum 12+13 (18.09.2015) Von den Toten zu den Nackerten

An diesem Spätsommertag war meine Variation der Etappe 12 und die Etappe 13 des rundumadum-Wanderwegs um Wien an der Reihe. Diesmal begleitete mich erfreulicherweise wieder mein Freund und da wir uns früh auf den Weg machten und Zeit genug hatten, zogen wir gleich zwei Etappen durch. 

Anreise

Mit der U-Bahn-Linie U1 ging es über die Station Stephansplatz zur U-Bahnline U3. Bei der Endstation Simmering stiegen wir in die Straßenbahnlinie 6 um und erreichten so den Startpunkt: die Station Zentralfriedhof 2. Tor - (das geht schnell und unkompliziert, weil auch die Linie 71 von dort zum Ziel fährt).

Wanderung

Der erste Punkt war nicht weit entfernt: der Urnenhain des Wiener Zentralfriedhofes am Schloss Neugebäude. Ich war noch nie auf einem Urnenfriedhof und war überrascht, dass es hier auch Gräber in allen Variationen gab. Aus irgendeinem Grund dachte ich, dass Urnen nur in Mauern untergebracht sind. Ich fand es dort sehr idyllisch und es ist noch jede Menge Platz frei ;-)

Urnenhein
Zentralfriedhof Wien

Grab für den Hamster "Burli"
am Tierfriedhof

Ein Seitentor zur Wegabkürzung fanden wir nicht und darum ging es retour und außen herum und dabei stießen wir auf den Tierfriedhof. Was man hier sieht ist schon etwas schräg: Hunde, Katzen, ja sogar Hamster haben hier sehr aufwändige Grabanlagen, die offenbar ganz emsig gepflegt werden. (und am Eingang gibt es gleich die Preistabelle für Interessenten - es wird per kg abgerechnet).


Anschließend wanderten wir über Felder und durch "Jungbürger"-Wäldchen nach Kaiserebersdorf und steuerten die Kirche St. Klemens an. Man konnte nur durch eine Glastüre in den Kircheninnenraum schauen. (Nunja - auch wieder so eine hässliche moderne Betonkirche.)

Weiter ging es entlang der Mauern des Kaiserebersdorfer Friedhofs (Genug von Friedhöfen an diesem Tag, darum gibt es nur einen kurzen Blick über die Friedhofsmauer) bis zur Pfarrkirche Kaiser-Ebersdorf
Pfarrkirche Kaiser-Ebersdorf



Gegenüber davon liegt das Schloss Kaiserebersdorf (hmm..."schaut so abgeriegelt wie ein Gefängnis aus") das jetzt die Justizanstalt Simmering ist ("ah...sag ichs doch").



Schloss Kaiserebersdorf

Gefängnismauer mit Stacheldraht
Justizanstalt Simmering

Zufällig entdeckten wir dort das Restaurant Pan, wo wir im netten Gastgarten zu Mittag gegessen haben - das Lokal kann man nur empfehlen: sehr freundlich, Essen schmeckt sehr gut, sehr sauber - hier merkt man, dass man sehr bemüht ist um die Gäste. (Und riesige Portionen, die sogar ich nicht geschafft habe - und wozu hab ich die Jausenbrote mitgeschleppt?)

Mit vollem Bauch ging es zum Hafen Wien - die Strecke dahin ist nicht besonders berauschend, aber dafür wurde es danach sehr interessant. Zunächst war die Schiffsschleuse Freudenau,
Schiff fährt in Schleuse Freudenau
wo wir fasziniert sehr lange zwei Schiffen zuschauten, wie sie in der Schleuse "einparkten", die Tore sich schlossen, das Wasser anstieg und schließlich die Tore auf der anderen Seite sich öffneten. Danach gingen wir über das Kraftwerk Freudenau
Kraftwerk Freudenau
und man hatte einen wunderschönen Ausblick auf die Donau und gelangt so auf die Donauinsel.


Hier mussten wir ein bisschen aufpassen, dass uns die zahlreichen Radfahrer und Skater nicht über den Haufen fuhren, denn dort ist offenbar eine ziemlich beliebte Rennstrecke.
Wir gingen auf dem Treppelweg auf der Seite der Neuen Donau. Hier - entlang des "Toten Grundes" befindet sich auch das FKK-Gebiet der Donauinsel. Nachdem ein sehr warmer Spätsommertag war, genossen einige Nackerpatzerl die Sonne - am gegenüberliebenden Donauufer war textilfrei richtig viel los. Zuerst hatte ich auch Lust, mir die Kleider vom Leib zu reißen und ein bisschen zu schwimmen, aber ein Blick ins Wasser verhinderte schnell diese Aktion: lauter glitschige Wasserpflanzen - das ist nicht meins. (Ich glaub meine Begleitung war ganz froh darüber.) 
Treppelweg der Donauinsel

Auf diesem Abschnitt zog es sich etwas, denn es war ein schnurgerader Weg mit wenig Abwechslung (und meine Begleitung  verlor zusehends an Energie und Motivation). Schließlich erreichten wir die Steinspornbrücke, wo man einen herrlichen Blick die Neue Donau entlang hatte.
Blick auf die Neue Donau
von der Steinspornbrücke aus

Ein kurzes Stück (und etwas finalen Ansporn: "Der Bus kommt in 5min. - Schnell, sonst müssen wir eine halbe Stunde warten!") und wir erreichten den Zielpunkt die Bushaltestelle Raffineriestraße/Biberhaufenweg.

Heimreise

Von der Busstation Raffineriestraße/Biberhaufenweg fährt die Linie 92B bis zur Station Donaustadtbrücke der U-Bahn-Linie U2

Fazit

Mir hat diese Etappe ausgezeichnet gefallen - es gehört zu den schönsten Strecken bisher. (Mein Begleiter meint: "Auweh auweh!...aahhh..pfff....Haxn....weh....zuviel Sonne..." ;-) )

Die Bilder dieser Wanderung gibt es bei Flickr
Den genauen Track der Wanderung findet man bei GPSies

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