Freitag, 5. Juni 2015

Gelesen: Sven Regener "Neue Vahr Süd"


Dieses Buch stand schon lange in meinem Bücherregal (eine Leihgabe aus dem Familienkreis), wurde aber vermutlich aufgrund seines Umfanges von mir unterbewusst immer auf später verschoben. Es ist der Nachfolge-Roman von "Herr Lehmann", der mir vor Ewigkeiten ganz gut gefallen hat.

Dieses Werk hat mich nun weniger begeistert - am Anfang vor allem, weil es mich zu sehr an meine nicht so angenehme Zeit beim Bundesheer erinnert hat. 

Zur Handlung: Frank Lehmann ist kein Freund von Entscheidungen und so konnte er sich auch nicht zur Verweigerung des Militärdienstes entscheiden. Er ordnet sich ziemlich stoisch dem Soldatenleben unter, wobei seine verkorksten Grübeleien ihn in skurile Situationen bringen. Im zivilen Leben verlässt er aufgrund eines harmlosen Streites die elterliche Wohnung und zieht in eine neue WG, die ein chaotischer Haufen junger Männer ist. Lehmann gerät in einen Strudel abwärts und gerät in Situationen, die er mit seiner "Scheißdrauf"-Mentalität durchschlendert.
Die Handlung ist nicht gerade spannend und auch der Stil ist zeitweise sehr mühsam, wenn sinnentleerte Dialoge sich über Seiten hinweg ziehen. Noch dazu gibt es jede Menge politische Anspielungen aus dem Deutschland der 80er mit denen ich wenig anfangen konnte.

Fazit: nicht das große Lesevergnüngen
Bewertung: 2 von 5 Sternen

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