Samstag, 21. März 2015

Rundumadum 5 (19.03.2015)

Endlich trafen schönes Wetter und arbeitsfreier Tag wieder zusammen. Bei der Planung war mir die 5. Etappe des Rundumadum-Wienwanderwegs zu kurz und langweilig und darum habe ich eine "extended Version" daraus gemacht, wo ich ein paar vermeintliche (!) Sehenswürdigkeiten in der Gegend auch noch besuchen wollte.

Anreise

Mit der U-Bahn U1 ging es zum Schwedenplatz, Umstieg in die U-Bahn U3 bis zur Endstation Ottakring. Von dort mit dem Bus 46B bis zur Haltestelle Feuerwache Steinhof.
In Ottakring habe ich die Busstation nicht gleich entdeckt und bin einmal eine Ehrenrunde um den Bahnhof Ottakring spaziert. Der Bus war stark frequentiert, denn zwei Kindergartengruppen und einige Mütter mit Kinderwagen hatten das gleiche Ziel. Die Anfahrt war aber trotz morgendlichem Berufsverkehr angenehm und flott. Die Strecke war mir schon bekannt, denn diese hatte ich bei der vorherigen Tour zu Fuß abmarschiert.

Wanderung

Von der bereits bekannten Feuerwache Steinhof ging es in das Erholungsgebiet Steinhof. Erst einmal passierte ich merkwürdige Beton-Klötze (Kriegsrelikte?) und einen kleinen Teich, der mir gefiel und ich wollte einmal rundherum gehen. 
Betonblöcke - Bedeutung mir unbekannt
 
kleiner Teich


Keine gute Idee, denn die wegabgewandte Seite war eine einzige Sumpfwiese und so habe ich gleich ein ordentliche Ladung Schlamm auf die Schuhe und Hose gepackt.
Nach einem kurzen Stück durch den Wald hatte ich schon einen Höhepunkt erreicht: die Kirche am Steinhof.
Kirche am Steinhof

Das herrlich sonnige Wetter ließ den goldenen-weißen Sakralbau von Otto Wagner richtig strahlen. Leider war die Kirche geschlossen - sie hätte mich sehr interessiert. 
Anschließend suchte ich noch das Jugendstiltheater (hat mich wenig begeistert) auf dem Krankenhaus-Gelände und davor befindet sich auch das Mahnmal für die Opfer am Spiegelgrund (finde ich gelungen)
Mahnmal für die Opfer am Spiegelgrund vor dem Jugendstiltheater


Die Stimmung am Krankenhaus-Areal war irgendwie still und unheimlich. Es ist nicht so schwer vorstellbar, dass sich hier so abgelegen einmal schlimme Dinge ereignet haben.
Auf dem Weg zurück zur Kirche am Steinhof gab es noch schöne Fotomotive mit dem Gedenkstein des Gründers Leopold Steiner.
Steiner-Denkmal mit Steinhof-Kirche

Nach einem Stück verließ ich das Steinhof-Gelände und ging ins Rosental und erreichte schließlich den Silbersee. Ein sehr idyllisches Plätzchen.
Silbersee

Dass mir anschließend auf einer Wiese aus dem Hinterhalt plötzlich ein Hund in den Rücken gesprungen ist, fand ich weniger lustig - dem Herrl war es egal, der ist weit weg am Wiesenrand seinen Weg gegangen. Es war ein junger Jagdhund, der einfach nur übermütig mich mal begrüssen wollte und gleich wieder weggesprintet ist. 
Bei der Wanderung zum nächsten Punkt (Quelle) habe ich irgendwie einen vernünftigen Pfad verloren. Vermutlich aufgrund von Holzfällerarbeiten und zahlreichen umgestürzten Bäumen ist der schmale Weg für mich nicht mehr erkennbar gewesen und dann war da plötzlich ein Zaun - zwar teilweise umgerissen, aber ich muss ja nicht unbeding durch Privatgelände latschen. Ich bin daraufhin querwaldein auf die hörbare Strasse zugesteuert, um von der anderen Seite das Ziel anzuvisieren. Erst im Nachhinein habe ich bemerkt, dass ich einen Hauch zu früh umdisponiert habe.
An der Hüttelbergstraße bin ich an der phantasievollen Ernst-Fuchs-Villa vorbei gekommen. Einen Besuch des Ernst-Fuchs-Museums wollte ich mir für ein anderes Mal aufheben.
Ernst-Fuchs-Museum
 
Brunnenhaus von Ernst Fuchs


Hinter der Villa war schließlich ein Weg zur gesuchten Quelle.
Gleich in der Nähe sind noch die Wagner Villa und ein Albertinisches Wasserleitungs-Häuschen zu sehen, das zwar offen stand, aber ich nicht den Eindruck hatte, dass es für die Öffentlichkeit zugängig ist.
Ab hier ging es retour auf den Rundumadum-Wanderweg, der aber nicht ganz eindeutig beschriftet war. Ich befand mich plötzlich im Gartenbereich eines Kindergartens, wo gerade Baumfällen am Programm stand. Einige Kinder zogen an einem Seil, das an einer Baumkrone befestigt war, während ein Holzfäller auf diesem Baum saß und die Spitze mit der Motersäge abschnitt.
Ich versuchte, unauffällig an den skeptischen Blicken der Betreuer vorbeizuwandern. (Zugegeben - wenn ein fremder Mann mit Kamera vormittags plötzlich aus dem Wald in einen Kindergarten stolpert, würd ich auch sehr mißtrauisch schauen.)
Nächstes anvisierte Ziele waren der Kartenpunkt "Ruine" (verfallene Villa - uninteressant) und "Trinitatiskirche" (neue evangelische Kirche-uninteressant). Interessanter war dann der letzte Punkt meiner Tour, die Pfarrkirche Hütteldorf.
Pfarrkirche Hütteldorf


Der Zielpunkt meiner Tour war der Bahnhof Hütteldorf.


Rückreise

Mit der U-Bahn-Linie U4 ging es flott zum Schwedenplatz, wo ich mit der U-Bahn-Linie U1 bald wieder zu Hause war.

Fazit

Am besten hat mir die Kirche Steinhof gefallen, ansonsten war es mittelmäßig interessant.

Die Bilder zu dieser Tour findet man bei Flickr.
Die genaue Route gibt es bei GPSies.

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