Sonntag, 22. Juni 2014

Kurpark Oberlaa (22.06.2014)

Auch für diesen Sonntagsspaziergang wurden wir vom Wild Urb-Buch "Wien geht" angeregt. Ideen-Geber war die Route "Lebhaftes Treiben", wobei wir uns aber nicht an die Route hielten, sondern herumspazierten, wie wir Lust und Laune hatten und wohin es uns zufällig zog.

Die Anreise dauerte vom Kagraner Platz eine knappe Stunde und erfolgte mit der U-Bahn U1 zum Reumanplatz und von dort mit dem dem Bus 68A direkt vor den Eingang Kurpark Oberlaa, Nordeingang

Als kleines Kind war ich früher - Ende der 70er Jahre- mit meiner Großmutter vor allem am Spielplatz beim Nordeingang. Es war dort zwar viel los und in der Plastikkrabbel-Schlange (mein Lieblingsobjekt damals) hat es im Hochsommer richtig streng gerochen, aber trotzdem bin ich gerne dort gewesen. Vor allem, weil man viel und weiträumig unbeschwert herumkraxeln und herumtoben konnte.
Viel erkannt hab ich von damals nicht mehr. Mir war, als gab es bei den Spielplätzen früher viel mehr freie Beton- und Asphaltflächen, doch offenbar sind seit damals die Pflanzen kräftig gewachsen, denn es ist schön grün und dicht bewachsen mit vielen schattigen Plätzen. Aber die "fließenden Stufen" gleich beim Eingang waren mir sofort vertraut.


"fließende Stufen" im Kurpark Oberlaa
Der gesamte Park ist eine künstlich geschaffene Landschaft, die 1974 für die "Wiener Internationale Gartenschau" aus dem Boden gestampft wurde und seit damals ein Park mit dem angrenzenden Kurzentrum Oberlaa geblieben ist.


Kurpark Oberlaa
Wir spazierten auf sich schlängelnden Wegen durch verschiedene Gartenlandschaften und durchstreiften dabei Bereiche mit Sträuchern, Uferlandschaften, Liegewiesen, Kräuterwiesen, Schafweiden .... Es ist ein abwechslungsreicher Spaziergang und im Wissen, dass wir nicht alles besuchen können, haben wir an diesem Tag einen große Runde um das Gelände gemacht und dabei die verschiedenen Facetten des Parks kennengelernt: von den versteckten Ruheoasen, wo ungestörtes Sonnenanbeten möglich ist - bis zu großen Spielplätzen, wo die Eltern auf Tischen nebenan im Schatten gemütlich ihre Kindern beobachten können. 


Seerosenteich im Kurpark Oberlaa
Der Park war stark besucht, aber aufgrund der Weitläufigkeit war es nicht überlaufen oder unangenehm laut. (Lediglich beim großen Regenbogenspielplatz im nordöstlichen Bereich war es ordentlich turbulent und hier ist sicher ein Park-Tisch heiß umkämpft.).

So reizvoll der Park ist, so merkt man ihm aber seine Künstlichkeit an. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber es fehlt eine gewisse Urigkeit oder Wildheit. Leider haben die Pflanzen dort auch offenbar einen ordentlichen Wassermangel, denn viele Sträucher welkten vor sich hin. Dies schmerzt einen Pflanzenfreund, aber genauso aufgrund von Vandalenakten zerstörte Attraktionen (Wetterstation, Glashaus-Turm). Positiv ist, dass zahlreiche Mistkübel vorhanden sind, die auch offenbar ihren Zweck erfüllen, denn der Park ist sauber und ansehnlich.

Kommt man in den südlichsten Teil des Parks, so endet dieser in einen typischen Kurpark-Bereich mit ornamentartigen Blumenbeeten. Am Ausgang befindet sich schliesslich das Kurzentrum Therme Wien und man riecht auch etwas das schwefelige Wasser.
Kurpark Oberlaa beim Kurzentrum
Hier machten wir Pause in der Kurkonditorei Oberlaa und genossen einen wirklich leckeren Schwarzwälder-Eisbecher bei einer wunderschönen Springbrunnen-Kurpark-Kulisse.
Kurpark Oberlaa
Auf dem Weg weiter entlang der gegenüberliegenden Parkseite wieder Richtung Norden wurde es noch abwechslungsreicher. Brunnengarten, Gräsergarten, Allergiegarten,...und wie die Areale alle hießen...Beim Japanischen Garten konnten wir nur über den Zaun schauen, da er geschlossen war, doch das bot auch einen schönen Blick. Schließlich mündete unser Weg am Parkende in eine Musterhaus-Siedlung

Hier sind wir um die Häuser auf die Hinterseite der Siedlung gegangen, von wo wir einen weiten Ausblick über Wien Richtung 11.Bezirk und Zentralfriedhof mit der Lueger-Kirche im Zentrum hatten.

Blick von Oberlaa Richtung Zentralfriedhof
Beim Ausgang aus der Musterhaus-Siedlung stand praktischerweise schon der Bus für die Heimfahrt bereit. 

http://walkmeter.com/f9195fdd55c5d2db/Walk-20140622-1313 

 
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